2001 Manage

Unser Zeltlager Himmelfahrt 2001 in der Hasenheide

Pfadfinder machen Zirkus für Pfadfinder. 

 

Fotos überspringen und direkt zum Bericht über das Lager gehen.
Das Lager wird aufgebaut,
jetzt kann es bald losgehen.
 
Wir wollen Zirkus machen, mit allem,
was dazu gehört!
Kasse, Clowns, Artisten, Bauchladen ....
 
Die Ersten können es kaum erwarten,
aber in den ersten Tagen
muß die Vorstellung eingeübt werden.
 
Gemeinsames singen der Jungpfadfinder.
(8 - 12 Jahre)
 
Bibelarbeit bei den Jungpfadfindern.
Auch dafür sind wir hier her gekommen!
 
Unser Cheff !
Ulf Röder sagt uns, wie es laufen soll.
 
Workshops, alle sind beschäftigt.
Windows-Color Bilder
in allen Formen und Farben ...
 

...aber alles unter der Kontrolle,
Danke an den großen Norbert.
(Leiter unserer Freunde aus Hannover)

 

Die Größeren spielten ein Volleyball-Turnier
mit den Gästen aus der Uraine.

(Die spielen gar nicht schlecht !)

 

Das große Geländespiel
"Cirkus Romanum"

Alle schauen gespannt auf das Spielboard ...
... wer wird wohl gewinnen?

 
Die ersten Clowns werden gesehen,
jetzt kann es nicht mehr lange
bis zur Vorstellung dauern.
 
Und loß gehts!
Aber was ist das, der sieht ja traurig aus.
Aber das soll sich noch ändern.
 
Ein Freund,
dem man allen Kummer erzählen kann.
 
Die Akrobaten!  
Das Puplikum!  
Die Tänzerinnen!  
Die Diabolos!  

 

Manege 2001

-
ein Bericht vom Lager
-

 

-so lautete das Thema des diesjährigen Himmelfahrtslagers der Pfadis in Niedersachsen.

" Was das wohl werden soll ?", das fragte ich mich voller Skepsis, und man mag mir zugute halten , daß es mein erstes Lager als NRW-ist in einem Niedersachsen-camp war.

Vorab: meine - und nicht nur meine- Erwartungen sind an diesem Wochenende bei Weitem übertroffen worden. Doch nun der Reihe nach:

Ein wunderschöner Tag mit viel Sonnenschein begrüßte am Mittwoch alle Ankömmlinge des sich langsam füllenden Camps. Das Stimmengewirr und Zeltstangengeklapper schwoll zunehmends an und eine gespannte und freudige Erwartung lag in der Luft. Dies alles konnte nur von einem. gut hörbar, übertönt werden:

"Nur deine Liebe , Herr ist größer,
größer, als das Himmelszelt".

Mit diesem Lied wurden wir jedesmal gut vernehmlich zu den Versammlungen gerufen. Die erste gemeinsame Aktion war der Wimpelschau gewidmet. So mancher Wimpel wehte das erste mal, und so mancher "Experte" machte seine ersten "Wimpelklau-Pläne".(Ich glaube, an diesem Lager haben aber alle ihre Wimpel gut überwacht.)

Bei diesem Abend machten wir auch unsere erste Bekanntschaft mit dem "Lagersong": "Ich stehe fest auf dem Fels". Man muß es zugeben: die Hüpfversuche am ersten Abend waren noch etwas "deutsch", aber bis zur Abschlußveranstaltung am Sonntag schwoll die Begeisterung für die Lieder, die uns Gersom Rösler und sein Team lebendig beibrachten an, sodaß es bald eine wahre Freude war, jung und alt beim aktiven Singen zuzuschauen und zuzuhören.

Nach der ersten Nacht mit Friereinheit wurden wir, wie an jedem Morgen zur Andacht am Fahnenmast gerufen. Pech für diejenigen, die am Abend vorher nicht das Ende des Tages finden konnten. Aber die Andachten von Ulf waren echte Wachmacher und mit einem guten Gedanken konnte man getrost in den Tag starten.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Workshops, die zum großen Teil etwas mit Zirkus zu tun hatten. Jetzt wurde fleißig gebastelt und geprobt. Und für die Kinder, die nicht im Rampenlicht stehen wollten, gab es auch Beschäftigungsmöglichkeiten zu Hauf. Holz-jojos bauen, Window-Colour, Jonglierbälle herstellen, mit einer tollen, riesigen Seilbahn fahren, am Volleyballturnier, bzw. Fußballturnier teilnehmen, im Märchenzelt abtauchen, Kanu fahren, Messer werfen und , und, und...

Abends fanden wir uns dann wieder alle zusammen zur Bibelarbeit in den Versammlungszelten ein. Was mir persönlich dabei sehr gut gefallen hat, war, daß Jungpfadfinder und Pfadfinder ein Extraprogramm hatten. Während sich also im JP- Zelt alle mehr oder weniger auf eine besondere Reise ins Weltall einlassen konnten, wurde bei den Pfadfindern bereits tiefergehende Gedanken zum Thema Zirkus aufgegriffen. (Jesus, das Netz , in das ich mich immer fallen lassen kann, usw.)

Donnerstag Abend kam dann das, was auf gar keinen Fall bei einem Lager fehlen darf: Das obligatorische Nachtgeländespiel. Während die Jungpfadis auf Elchjagd gingen ( ein Wunder, daß alle Elchhelfer dies ohne Gehörsturz und Quetschungen überlebt haben :-) ), durften sich die Älteren im Bewachen und Mopsen wichtiger Kartenteile für die Schatzkarte üben, ebenso wie im Umgang mit dem Kompass im Dunkeln.

Der Freitag war geprägt von der Vorbereitung auf den Sabbat. Die Zelt-Inspektoren gingen um. Dies ( und n a t ü r l i c h die Vorfreude auf den Sabbat), veranlasste das gesamte Lager, alles auf Hochglanz zu polieren, und so mancher Pfadi hatte zum ersten Mal intensiveren Kontakt mit dem nassen Element.

Sabbat begann wieder mit einer besonderen Andacht und Ulf hatte die Rettung für alle, deren Kluft nicht mehr so ganz sabbatfrisch war : die schöne , goldene Kugel ( ich habe sie übrigens einen Sabbat später in meiner Heimatgemeinde stolz getragen an einem Handgelenk eines Teilnehmers wiedererkannt) .

Am Nachmittag ging es auf zum Wagenrennen. Ein Geländespiel, bei dem es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf Kniffelvermögen ankam. Jörg hatte sich wirklich viel Mühe gegeben, alle 570 Kinder auf Trab zu halten. Und dies ist ihm auch gelungen.

Wer jetzt dachte, schöner kann es nicht werden, der wurde am Abend wirklich eines Besseren belehrt, denn jetzt ging es erst richtig los. Allein die lange Schlange und der Durchgang durchs selbstgebastelte Kassenhäuschen (incl. fetziger Bemalung ohne Gnade) mit einer wirklich wichtigen Eintrittskarte in der Hand (ohne Schein-kein Leckerlie beim Bauchladen), lies bereits erste Zirkusgefühle aufkommen. Die Deko tat ihrübriges, und als die Clowns so nach und nach auf der Bühne erschienen, war man spätestens ganz in der Zirkuswelt angekommen. In geradezu professioneller Weise verstanden es die Drei Auguste, sprich: Oogüüst, Pico und Lars, der "traurige Mann", mit einer sehr schönen Rahmengeschichte durch das Programm zu führen.

Souverän auch ihre Fähigkeit, mit den Pannen der Technik umzugehen ( Schade eigentlich, daß die Mädels aus Giffhorn nicht spontan zu Oogüüsts wunderbar intoniertem "sah ein Knab´ein Röslein stehn" tanzen wollten; warum nur...?? ) Aber auch die vielschichtigen Beiträge der Kinder und Leiter waren einfach unglaublich. Zauberer, Drachentanz, Akrobaten- die Pyramiden bildeten, riesengroße Seifenblasen- in die sogar ein Kind hineinpasste, Diabolokünstler mit einer tollen Show, Bauchtänzer, Feuerspucker eine Chear-Leadersgruppe, sowie eine Tango (?) - tanzende Kuh mit einem Bären und, und, und.

Frage ich die Kinder meiner Gruppe, was sie am Besten an diesem Abend fanden, so höre ich einstimmig: Didi- und sein Märchen.!!! Danach die Schlangenwand, die uns mit "la Boheme" noch richtig Kultur beigebracht hat. Nach dem Letzten Aufzug aller Beteiligten, zogen alle Zuschauer ab, um dann noch vor dem Zelt im Freien einen Lichtertanz zum Abschluß des Abends sehen zu können. Wer sich für diesen Abend noch Stockbrotessen vorgenommen hatte, wußte spätestens jetzt, daß es eine falsche Entscheidung war, denn das Programm war so voll, daß es erst nach 23 Uhr fertig war.

Wesentlich langsamer, als an den Vortagen krochen die Beteiligten zur morgendlichen Andacht. Hier lernte ich an diesem Morgen, daß Adventisten Wolken lieben (lieber Ulf, es kann mir jetzt keine Wolke mehr begegnen, die mich nicht daran erinnert, daß Jesus bald wiederkommt- und es gibt im Moment sooo viele davon).

Das Abbauen war dann nicht mehr aufzuhalten. Mich beeindruckte sehr stark die praktische Hilfe der Gruppen untereinander. Nicht: ich räume mein Lager auf und fahre, sondern: wir räumen alle solange auf, bis alle weitgehend fertig sind.

Die Abschlußveranstaltung um 13.00 Uhr verfestigte nochmals das Zusammengehörigkeitsgefühl, als die Jungpfadis einen Gullideckel mit Ulf Röder oben drauf nur an normalen Wollfäden hochzogen. Dabei kam es darauf an gleichzeitig etwas zu tun. Dadurch konnte etwas scheinbar unmögliches geschafft werden. Dies hatten die Kinder an diesem Tag aber bereits damit gezeigt, daß alle ganz tief in ihre Geldbörsen langten, bis wirklich nix mehr drin war, um für eine kleine Pfadigruppe aus der Ukraine und dem großen Lager, daß sie dort bald haben wollten, zu sammeln. Eigentlich war das Ziel ja 750 DM für einen Strom-Generator zusammenzubekommen, aber letztendlich wurden über 2000 DM eingesammelt. Schön, daß es möglich war, diese Gruppe bei uns zu haben, sodaß praktische Hilfe mal zum Anfassen für die Kinder war.

Zusammenfassend muß ich sagen, es war ein Lager, daß noch lange in mir nachgeklungen hat ( und es immer noch tut).

Ricarda Mehrtens

von den Kodiaks aus Münster


zurück zum Anfang